Wenn erwachsene Kinder zu viel verdienen, streicht die Familienkasse das Kindergeld. Manchmal können die Eltern aber wenigstens Unterhaltskosten absetzen. So bei einer Jurastudentin, die im Februar das erste Staatsexamen bestand und ab Mai ein Referendariat machte. Das bereits erhaltene Kindergeld von Januar bis April mussten die Eltern zurückgeben, weil die Tochter in den folgenden Monaten insgesamt 9 500 Euro verdiente und damit über der jährlichen Kindergeldgrenze lag. Doch von Januar bis April hatten die Eltern die Studentin finanziell unterstützt. Deshalb können sie pro Monat 599 Euro als außergewöhnliche Belastung geltend machen, gemäß Paragraph 33 a Absatz 1 Einkommensteuergesetz.

Achtung: Das funktioniert aber nicht, wenn Eltern ihre Kinder das ganze Jahr über unterstützen. Dann würde das Finanzamt auf den jährlichen Unterhaltsfreibetrag von 7 188 Euro die Jahreseinkünfte der Tochter (hier 9 500 Euro) anrechnen. Die Eltern könnten die Zahlungen dann nicht geltend machen.

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