Kinder­frei­betrag Frei­beträge richtig aufteilen

Kinder­frei­betrag - Frei­beträge richtig aufteilen
Wer sich um das Kind kümmert, bekommt den Frei­betrag. © iStockphoto

Getrennte Erziehungs­berechtigte können Kinder­frei­beträge nicht beliebig zwischen sich hin und her schieben, hat der Bundes­finanzhof (BFH) entschieden (Az. III R 18/15). In diesem Fall lebte das Kind bei der Mutter, die als Hartz-IV-Empfängerin von den Frei­beträgen steuerlich nicht profitieren konnte. Deshalb wollte sich der getrennt lebende Vater die Frei­beträge über­tragen lassen. Die Richter lehnten das ab.

Das Gesetz sehe eine solche Gestaltung nicht vor. Die Grund­regel lautet: Kinder- und Betreuungs­frei­beträge werden hälftig aufgeteilt. Derjenige, der das Kind ausschließ­lich betreut, kann aber auch beide Hälften des Frei­betrags bekommen, voraus­gesetzt, der unter­halts­pflichtige Eltern­teil zahlt keinen Unterhalt. Im Streitfall hätte nur die Mutter die vollen Frei­beträge erhalten können – wenn der Vater keinen Unterhalt zahlt.

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