So wirken Erziehungszuschläge

Zwei Beispiele, die zeigen, in welchem Maß der Rentenanspruch durch Kinder steigt.

Fall 1: Christine H. ist 36 Jahre alt, Industriekauffrau und lebt in München. Ihre Tochter Marieke ist zehn Jahre alt. Nach Mariekes Geburt im Januar 1992 hatte Christine H. drei Jahre Erziehungsurlaub genommen. Anschließend arbeitete sie halbtags. Ihr Gehalt liegt bis heute kontinuierlich bei 60 Prozent des Durchschnittseinkommens, aktuell also bei 17 110 Euro im Jahr oder 1 426 Euro im Monat. Durch die dreijährige Kindererziehungszeit und die Kinderzuschläge zwischen dem dritten und dem zehnten Geburtstag Mariekes erhöht sich der Rentenanspruch von Christine H. um insgesamt 5,1 Entgeltpunkte oder 131,89 (Ost: 115,77) Euro monatlicher Rente nach heutigen Werten.

Fall 2: Zwei Jahre nach Mariekes Geburt kam Isabella zur Welt. Christine H. war noch im Erziehungsurlaub, den sie daraufhin um drei Jahre verlängerte. Seit Isabellas drittem Geburtstag arbeitet Christine H. wieder halbtags. Durch die Kindererziehungszeiten, die Zuschläge innerhalb der Kinderbe­rücksichtigungszeiten und die Gutschrift von 0,33 Entgeltpunkten während der Erziehung zweier Kinder unter zehn Jahren erhöht sich der Rentenanspruch von Christine H. um 7,92 Entgeltpunkte oder 204,81 (Ost: 179,78) Euro monatlicher Rente nach heutigen Werten.

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