Kinder­desserts im Test

„Dass Kinder gern Süßes essen, ist angeboren“

Kinder­desserts im Test - Wie gesund sind Frucht­zwerge, Mons­terbacke & Co?
Professor Dr. Jessica Freiherr © privat

Eltern haben einen großen Einfluss auf die Geschmacks­bildung ihrer Kinder, sagt die Neurowissenschaft­lerin Jessica Freiherr. Sie erforscht an der Universität Erlangen, wie sich die Geschmacks­wahr­nehmung des Menschen entwickelt.

Kinder­desserts im Test Testergebnisse für 25 Kinder­desserts 10/2020

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Inhalt

Vorlieben fürs Leben

Was prägt unseren Geschmack?

Jeder hat von der Genetik her unterschiedliche Geruchs- und Geschmacks­rezeptoren. Zudem prägt alles, was wir im Mutterleib geschmeckt haben, Vorlieben fürs Leben. Das gilt auch für Nahrung, die wir in den ersten Jahren essen.

Welchen Geschmack mögen Kinder besonders?

Süß. Das ist angeboren. Das erste süße Lebens­mittel ist die Muttermilch. Süße weist auf energiereiche und reife Nahrung hin. Früher half das Kindern, sicheres Essen zu erkennen. Verdorbenes und Giftiges schmeckt oft bitter und sauer. Die Abscheu dagegen schützte.

Welche Folgen hat das?

Die Vorlieben und Abneigungen aus der Evolution des Menschen haben bis heute über­lebt. Kinder lieben gesüßte Lebens­mittel mit Frucht- und Schokoaromen. Wer zu viel davon isst, riskiert allerdings Überge­wicht.

Original­geschmack erfahren

Sind künst­liche Aromen schädlich?

Nein. Zugesetzte Aromen bringen aber keine Nähr­stoffe ins Produkt – anders als etwa eine echte Erdbeere. Daher sollten Kinder immer den Original­geschmack erfahren.

Was können Eltern tun?

Sie sollten sich gesund ernähren und bei gemein­samen Mahl­zeiten ein Vorbild sein. Das bringt mehr als Verbote. Hat ein Kind sich stark an Süßes gewöhnt, sollten Eltern behut­sam gegen­steuern.

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