Kinder­betreuungs­kosten Meldung

Eltern, die eine Au-pair-Kraft für ihre Kinder beschäftigen, müssen einiges beachten, um Steuer­vorteile zu erhalten. test.de erklärt die aktuelle Recht­sprechung deutscher Finanzge­richte.

Nie bar bezahlen

Eltern sollten die Betreuerin nie bar bezahlen, sondern das Geld über­weisen – auch wenn sie die Minijobberin über das Haushaltscheckverfahren anmelden. Das bestätigte der Bundes­finanzhof (Az. III R 63/13). Zwar entschied zuvor das Finanzge­richt Nieder­sachsen anders, weil Bargeld für eine Minijobberin im Haushalt erlaubt ist (Az. 3 K 12356/12). Doch das gilt nicht für die Kinder­betreuung.

Aufgaben vertraglich fest­legen

Eltern sollten mit der Au-pair-Kraft schriftlich vereinbaren, welche Aufgaben sie in welchem Umfang zu erledigen hat – getrennt nach Kinder­betreuung und Haus­arbeit. Tun sie das nicht, macht das Finanz­amt fifty-fifty: 50 Prozent vom Taschengeld und vom Wert der Unterbringung und Verpflegung sind Dienst­leistungs­kosten – maximal 2 550 Euro im Jahr zählen, dafür gibt es 20 Prozent Steuer­abzug. Die anderen 50 Prozent sind Kinder­betreuungs­kosten: Für jedes Kind zählen zwei Drittel von maximal 6 000 Euro im Jahr.

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