Betreuungskosten von der Steuer absetzen

Egal ob Tagesmutter, Kindergarten, Hort, Au-pair oder die Oma - Eltern können die Ausgaben steuerlich absetzen.

Seit der Steuererklärung 2006 können Eltern Betreuungskosten absetzen. Wie viel das Finanzamt anerkennt, hängt von ihrer Lebenssituation ab. Die Behörde unterscheidet Alleinerziehende, Doppelverdiener und Paare mit einem Einkommen (Alleinverdiener-Ehe).

  • Alleinverdiener-Ehe: Eltern können für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren zwei Drittel der Betreuungskosten, höchstens aber 4 000 Euro, als Sonderausgaben geltend machen.
  • Doppelverdiener und Alleinerziehende: Eltern können für ihr Kind ab der Geburt bis zum Alter von 14 Jahren zwei Drittel der Betreuungskosten, höchstens 4 000 Euro jährlich als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen.

Passt ein Familienmitglied wie die Oma auf das Kind auf und bekommt eine Entschädigung, können die Eltern auch diese Kosten absetzen. Es muss aber ein Vertrag mit der Oma vorliegen.

Auch ein Au-pair lässt sich absetzen: Das Finanzamt rechnet 50 Prozent der Ausgaben für Kost, Wohnung und Taschengeld als Betreuungskosten an. Mehr ist möglich, wenn aus dem Au-pair-Vertrag hervorgeht, dass der Anteil der Kinderbetreuung höher als 50 Prozent ist. Die 4 000-Euro-Grenze gilt aber auch hier.

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