Tipps

  • Informationen. Die Jugendämter haben Listen mit allen geförderten Betreuungsplätzen in Ihrer Stadt oder Gemeinde (oft auch im Internet). Viele Kommunen vermitteln Tagesmütter. Die Ämter sind verpflichtet, Sie zu beraten und über die Kosten zu informieren.
  • Bedarf anmelden. Melden Sie Ihren Bedarf so früh wie möglich beim Jugendamt an und lassen Sie sich auf die Wartelisten von Kitas und Krippen setzen - am besten gleich bei mehreren Einrichtungen. Das gilt vor allem, wenn Sie einen Platz für ein Kind unter drei Jahren suchen. Nehmen Sie in diesem Fall schon vor der Geburt Kontakt zu Krippen oder Tagesmüttern auf.
  • Betreuungsumfang. Wenn Sie für ein Kind unter drei Jahren einen Platz suchen, müssen Sie einen Bedarf nachweisen. Gleiches gilt, wenn Ihr Kind älter als drei Jahre ist und länger als die Mindestbetreuungszeit betreut werden soll, die für Ihr Bundesland gilt (siehe Tabelle), oder wenn es in den Hort gehen soll. Was als Bedarf gilt und welche Nachweise Sie bringen müssen, ist nicht einheitlich geregelt. Fragen Sie bei Ihrem Jugendamt nach. In einigen Bundesländern wie Hamburg oder Berlin werden die Kitas nicht pro Platz bezuschusst, sondern danach, wie viele Stunden ein Kind betreut wird. Kinder mit einem hohen Betreuungsumfang haben hier häufig bessere Chancen, einen Platz in ihrer Wunschkita zu bekommen.
  • Auswahl. Tipps, worauf Sie bei der Auswahl eines Betreuungsplatzes achten sollten, gibt es unter www.aktiv-fuer-kinder.de („Wahl“ und „Kindergarten“ in die Suchmaske eingeben).
  • Tagesmutter. Es gibt Tagesmütter, die vom Jugendamt gefördert werden. Fragen Sie bei Ihrem Jugendamt nach, unter welchen Voraussetzungen Sie eine Tagespflege vermittelt bekommen. Das Amt hat eine Adressenliste. Informationen, worauf Sie bei der Auswahl einer Tagesmutter achten sollten, finden Sie unter www.handbuch-kindertagespflege.de. Hier gibt es auch eine Checkliste für das Gespräch mit dem Jugendamt. Falls Sie sich privat eine Tagesmutter nehmen wollen, gibt es Informationen unter www.tagesmuetter-bundesverband.de (Mitglieder im BV anklicken). Der Verband hilft bei der Vermittlung.
  • Kinder unter drei Jahren. Wenn Sie keinen öffentlich geförderten Platz für Ihr Kind finden und das Jugendamt nicht helfen will, bleiben Sie hartnäckig. Verweisen Sie auf Paragraf 24 Absatz 3, Sozialgesetzbuch 8. Darin steht: Wenn Sie einen Bedarf haben, ist das Amt verpflichtet, Ihnen einen Platz zur Verfügung zu stellen. Manchmal hilft das. Einen einklagbaren Anspruch haben Sie allerdings nicht.
  • Kinder ab drei Jahren. Ältere Kinder haben bis zum Schuleintritt einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Bekommen Sie keinen, reicht es oft schon, das Jugendamt auf den Anspruch hinzuweisen. Legen Sie Widerspruch ein. Hilft das nicht, können Sie den Platz für Ihr Kind vor dem Verwaltungsgericht einklagen. Das Verfahren ist für Sie kostenlos. Sie müssen nur Ihren Anwalt bezahlen, falls Sie verlieren.
  • Betreuungsumfang. Wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine feste Wochenstundenzahl, aber flexible Zeiten vereinbart haben, kann es beim Jugendamt Probleme mit dem Betreuungsumfang geben. Lassen Sie sich vom Arbeitgeber bestätigen, dass Sie Ihre Arbeit nur mit flexibler Arbeitszeit tun können und in welcher Zeitspanne sie liegt: zum Beispiel 25 Stunden pro Woche zwischen 9 und 17 Uhr.

Dieser Artikel ist hilfreich. 526 Nutzer finden das hilfreich.