Es kommt eben alles auf die Sichtweise an: Aus volkswirtschaftlicher Perspektive sind die Ausgaben für Kindertagesstätten (Kitas) rentable Investitionen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Pädagogischen Fakultät der Universität Bielefeld im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Demnach bringt jeder Euro, der in die Betreuung von Kindern in Kitas gesteckt wird, einen Ertrag von bis zu 4 Euro. Eine durchschnittliche Investition von 5 200 Euro pro Jahr für einen Kitaplatz führe im Schnitt zu einem Ertrag von 20 000 Euro, so die Wissenschaftler, die für ihre Untersuchung insgesamt 300 Eltern in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen befragten.

Der Schlüssel dafür, dass sich die Investition in die Kinderbetreuung lohnt, ist laut der Studie die dann mögliche Berufstätigkeit der Mütter: Wenn diese arbeiten könnten, müssten sie zum Beispiel keine Unterhaltshilfen in Anspruch nehmen. Außerdem könnten sie Betreuungspersonal beschäftigen.

Zudem wollen die Eltern all das: Ein erheblicher Teil der Befragten wünsche eine Ausdehnung der Betreuungszeiten, um die Möglichkeiten zur Erwerbstätigkeit zu vergrößern, heißt es weiter in der Studie.

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