Kinder und Jugendliche Meldung

Die wachsende Zahl der vor Computern und Fernsehern verbrachten Stunden setzt Kindern und Jugendlichen mehr und mehr körperlich zu. Weil ihnen die körperliche Erfahrung fehlt, haben sie zudem einen Hang, die eigene Leistungsfähigkeit krass zu überschätzen. Häufige Unfälle sind die Folge.

Die AOK hat Alarm geschlagen. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative „Fit sein macht Schule“ mit dem Deutschem Sportbund und dem Wissenschaftlichen Ins­titut der Ärzte Deutschlands stellte sich beim Test mit mehr als 20 000 Schülern heraus: Bei den 10- bis 14-jährigen Jungen sank die Fitness um 20 Prozent, bei den Mädchen um 26 Prozent – im Vergleich zum schon schwachen Ausgangsniveau im Jahr 1995. Besonders drastisch ist der Rückgang bei der Koordination (wie Ausweichen, Rückwärtslaufen) und der Ausdauer bei den 6- bis 18-Jährigen. Selbst bei Sportlern zeigten sich Schwächen. Sportunterricht findet vielfach nur drei Stunden pro Woche oder noch seltener statt. Schulen und Vereine sollen enger kooperieren, sich um Angebote bemühen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte stellte fest: Unfälle sind der größte Risikofaktor für die Kindergesundheit. Alle 18 Sekunden verletzt sich ein Kind schwer. 42 Prozent der Neun- bis Zwölfjährigen sind übergewichtig. Fast jeder dritte Zwölf- bis Siebzehnjährige raucht.

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