Beim Spenden ist Vorsicht angebracht. Zahlreiche Abzocker machen sich die Spendenbereitschaft in der Weihnachtszeit zu Nutze. Dazu zählt beispielsweise der Verein „Kinder in Not“ aus Hamburg, der noch vor wenigen Wochen unrechtmäßig Beiträge von etwa 40 000 Bankkonten abbuchte. In den letzten Tagen wurden erneut illegitime Abbuchungen bekannt. Besonders ärgerlich: In Misskredit geraten dadurch auch seriöse Hilfsorganisationen.

Abbuchung unrechtmäßig

So sind die unrechtmäßigen Buchungen zu erkennen: Bis zu 90 Euro wurden als „Jahresmitgliedsbeitrag 2002 Kinder in Not e. V.“ eingezogen. Der Haken an der Sache: Die Tätigkeit dieses Vereins ruht bereits seit 2001. Von unrechtmäßigen Abbuchungen Betroffene können sich das Geld zurückholen. Sechs Wochen vom Buchungstag an hat der Kontoinhaber Zeit, die Zahlung bei seiner Bank stornieren zu lassen. Gründe muss er nicht angeben. Auch Gebühren fallen nicht an.

Verwechselung mit Aktionsgruppe

Besonders ärgerlich sind die unsauberen Machenschaften des Hamburger Vereins „Kinder in Not“ für drei seriöse Organisationen. So hat die schon 1983 gegründete „Aktionsgruppe Kinder in Not“ aus Windhagen nichts mit den Hamburger Abzockern zu tun. Auch die „Kindernothilfe“ in Duisburg und das „Kinderhilfswerk Dritte Welt“ in Hamburg arbeiten seriös. Alle drei Gruppen wurden mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen ausgezeichnet, sind also zuverlässige Hilfsorganisationen, bei denen Spendenmittel gut aufgehoben sind.

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