Kinder im Internet

Jugendliche User: Typische Irrtümer

25.08.2011
Inhalt

„Das Netz ist anonym“: Mit der Anonymität ist es nicht weiter her als bei einem Bummel auf der Straße. Jedes Einloggen wird per IP-Adresse vermerkt. Wer sich über ein fremdes W-Lan einloggt, kann eventuell über andere Anhaltspunkte mit kriminalpolizeilichen Methoden gefunden werden.

„Meine Meinung darf ich sagen“: Sicher, Meinungen sind geschützt, aber nicht Beleidigungen. „Kevin ist blöd“ kann als Ansicht durchgehen, dass man ihn nicht mag. Aber „miese Sau“ geht zu weit. Was darauf aus ist, den anderen schlecht zu machen, ihn seiner Würde zu berauben, zu verletzen oder zu kränken, ist verboten – im richtigen Leben wie im Netz.

„Eigene Fotos darf ich einstellen“: Bei Fotos, auf denen auch Bekannte zu sehen sind, ist das nicht erlaubt. Das Persönlichkeitsrecht verlangt, die Abgebildeten zu fragen. Denn nicht jeder findet es toll, wenn die peinlichen Bilder einer Partynacht online stehen.

„Für eigene Collagen darf ich fremde Fotos nehmen“: Zwar ist es ein eigenes Werk, fremde Fotos kreativ zu bearbeiten. Doch die Vorlagen stehen weiter unter Urheberschutz. Wer sie nutzt, darf das privat tun, aber seine Collage nicht ins Internet stellen.

„Privatkopien sind erlaubt“: Stimmt, fremde Fotos dürfen auf den PC – aber nicht auf die Studi-VZ-Seite. Das ist eine Veröffentlichung. Dasselbe gilt für Stadtpläne als Wegskizze zur Party. Nur wenn der Urheber über 70 Jahre tot ist, ist sein Okay nicht nötig. Die Mona Lisa darf also auf die Homepage, aber wer dafür das Bild eines Fotografen nimmt, braucht dessen Erlaubnis.

25.08.2011
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