Kilo­meterpauschale Meldung

Arbeitnehmer dürfen die Kilo­meterpauschale von 30 Cent für den Weg zur Arbeit nur für die kürzeste oder schnellste Straßenverbindung abrechnen. Das gilt auch, wenn sie einen Umweg fahren, weil die direkte Strecke maut­pflichtig und für ihr Fahr­zeug verboten ist. So entschied der Bundes­finanzhof (BFH) im Fall eines Mannes, der den Weg mit dem Moped zurück­legte (Az. VI R 20/13).

Der Kläger fuhr 27 Kilo­meter auf einer Bundes­straße, weil der direkte, 9 Kilo­meter lange Weg durch einen maut­pflichtigen Tunnel führte. Den Tunnel durften nur Fahr­zeuge mit mehr als 60 Stundenkilo­meter Höchst­geschwindig­keit passieren. Diese Geschwindig­keit erreichte das Moped des Mannes nicht. Obwohl er die längere Strecke nehmen musste, darf er nur 9 Kilo­meter abrechnen. Das sind täglich 5,40 (18 x 0,30) Euro weniger und im Jahr 1 242 Euro, wenn er an 230 Tagen arbeitet.

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