Beispiele: Auswahlmöglichkeiten für die Therapie: Was die Zähne in Stellung bringt

Herausnehmbare Spangen
Bei einfachen Fehlstellungen bieten herausnehmbare Spangen häufig gute Korrekturmöglichkeiten für Kinder im Zahnwechsel. Sie können die Stellung von Zahnwurzeln aber kaum verändern, die Zähne nicht verschieben.

Vorteile: Einfacher zu reinigen. Schäden an Zahnwurzeln und Zahnhalteapparat seltener. Verletzungen wie beim Sport können durch das Herausnehmen eher ausgeschlossen werden.

Nachteile: Sie gehen oft verloren, werden beschädigt, die Aussprache leidet. Therapie dauert meist länger.
Kosten: Etwa 2 000 bis 3 500 Euro.

Headgear: Außenspange, unter anderem zum Verschieben von Oberkieferzähnen nach hinten. Muss pro Tag mindestens zwölf Stunden getragen werden, zum Beispiel zuhause und nachts. Mitunter verwendet man diese Spange, um Backenzähne nach hinten zu verlagern oder in Position zu halten.
Kosten: Etwa 2 500 bis 4 000 Euro, in der Regel Kassenleistung. Oft kombiniert mit festsitzenden Apparaturen.

Schienen: Kunststoffschienen zur Korrektur kleiner wie mittlerer Fehlstellungen. Austausch etwa alle zwei bis drei Wochen. Fast unsichtbar, herausnehmbar, bieten gute Zahnreinigung, weniger und kürzere Kontrolltermine.
Kosten: Etwa 4 000 bis 8 000 Euro.

Festsitzende Spangen, Apparaturen
Feste Spangen sind bei ausgeprägten Zahn- und Kieferfehlstellungen für Jugendliche und Erwachsene gedacht.

Vorteile: Mit ihnen ist die Therapie kürzer, führt zu einem besseren Ergebnis als mit herausnehmbaren Spangen. Kein Verlieren und „Vergessen“. Das Sprechen wird kaum gestört.

Nachteile: Nischen für Speisereste und Beläge. Reinigung aufwendiger. Beschädigung durch Brot, Obst, Eis.

Brackets und Bögen: Multiband aus Stahl, Kunststoff oder Keramik – Alternative bei Allergie. Wird auf die Zähne geklebt. Stahl gilt als optimal. Kunststoff verformt und verfärbt sich. Keramikbrackets sehen besser aus, sind aber spröde, deutlich teurer, so hart, dass sie die Zähne ab­schlei­fen können. Schwieriger zu entfernen.
Kosten: Etwa 4 000 bis 7 000 Euro.

Retainer: Draht auf der Zahn­innen­sei­te fixiert eine Zahnreihe.
Kosten: Etwa 200 bis 350 Euro.

Miniimplantat: Alternative zum Headgear.
Schraube als Zuganker.
Kosten: Etwa 350 bis 800 Euro.

Lingualtechnik: Brackets auf Zahninnenseite. Für Erwachsene. Erfordert spezialisierte Kieferorthopäden.
Kosten pro Kiefer: Etwa 5 000 Euro.

Bei Kassenpositionen zu den jeweiligen Versorgungen entsprechende Reduktion der genannten Kosten.

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