Zwei Tarif­arten: Beitrag ändert sich

Es gibt zwei Arten von Zahn­zusatz­versicherungen: Tarife nach Art der Schaden­versicherung und Tarife nach Art der Lebens­versicherung. Der Haupt­unterschied zwischen beiden Tarif­arten besteht darin, wie die Versicherer die Beiträge fest­legen und im Lauf des Vertrags verändern.

In diesem Test gehen wir von Verträgen für ein vierjäh­riges Kind aus, die wegen der Kiefer­ortho­pädie­leistungen geschlossen werden. Der Haupt­unterschied zwischen beiden Tarif­arten, die Bildung von Alterungs­rück­stel­lungen, spielt eine unterge­ordnete Rolle, wenn Kunden den Vertrag nach erfolg­reich abge­schlossener kiefer­ortho­pädischer Behand­lung kündigen. Dazu raten wir.

Abweichend von der Darstellung der Zahnzusatzversicherungen in Finanztest 8/2014 führen wir deshalb hier beide Tarif­arten in einer gemein­samen Tabelle auf.

Schaden­versicherung: Tarife nach Art der Schaden­versicherung sind die häufigste Form der Zahn­zusatz­versicherung. Hier werden keine Rück­stel­lungen fürs Alter gebildet. In diesen Tarifen steigt der Beitrag nach Vertrags­schluss mit dem Alter des Kunden plan­mäßig an.

Lebens­versicherung: In Tarifen nach Art der Lebens­versicherung wird dagegen von vorn­herein ein Teil des Beitrags für den Aufbau einer Alterungs­rück­stellung verwendet. Sie steht dann im höheren Alter zur Verfügung. Hier gibt es daher nach Vertrags­schluss keine alters­abhängigen Beitrags­steigerungen mehr.

Unabhängig von der Art der Kalkulation können die Versicherer in beiden Tarif­arten die Beiträge in laufenden Verträgen erhöhen, wenn ihre Ausgaben aufgrund von Kosten­steigerungen im Gesund­heits­wesen dauer­haft höher sind als sie sie bei der ursprüng­lichen Beitrags­fest­legung angesetzt hatten.

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