Kfz-Voll­kasko­versicherung Lügen lohnt nicht

Kfz-Voll­kasko­versicherung - Lügen lohnt nicht
Nach einem Unfall müssen Auto­fahrer der Versicherung die Wahr­heit sagen. © Getty Images / malerapaso

Wer einen Unfall baut und seiner Kfz-Voll­kasko­versicherung bei der Schil­derung des Unfalls die Unwahr­heit erzählt, erhält keine Entschädigung. Ein Mercedes-Fahrer war in Münster mit der Leitplanke kollidiert. Er gab an, ein entgegen­kommendes Auto habe ihn geschnitten, sodass er gezwungen gewesen sei, in die Leitplanke auszuweichen. Ein Sach­verständiger stellte jedoch fest, dass ein solches absicht­liches Hinein­steuern mit dem Schaden­bild am Auto nicht in Einklang zu bringen war. Außerdem hatte der Mercedes bereits Vorschäden, die der Besitzer nicht angegeben hatte, obwohl er dazu verpflichtet war. Die Voll­kasko brauchte daher nichts zu zahlen, entschied das Land­gericht Münster (Az. 15 S 13/17).

Wichtig: Beschuldigte dürfen zwar der Polizei gegen­über schweigen, nicht aber der Versicherung. Dort sind sie verpflichtet, den Schadens­hergang wahr­heits­gemäß zu schildern.

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