Die Vollkaskoversicherung muss nicht zahlen, wenn ein Autofahrer bei dem Versuch, einen umfallenden Kaktus aufzufangen, einen Unfall verursacht. Im aktuellen Fall hatte eine Autofahrerin einen großen Kaktus als „Beifahrer“. Als er in einer scharfen Rechtskurve umzukippen drohte, nahm sie eine Hand vom Lenkrad und beugte sich nach rechts, um die Pflanze zu retten. Dabei kam sie von der Fahrbahn ab, fuhr auf den Gehsteig und rammte dort einen Betonpfeiler.

Den an ihrem Auto entstandenen Schaden von rund 11 000 Mark (5 624 Euro) muss die Frau aus eigener Tasche bezahlen, urteilte das Oberlandesgericht Koblenz (Az. 10 U 1088/00). Sie kann dafür keine Leistung ihrer Vollkaskoversicherung beanspruchen, weil sie sich grob fahrlässig verhalten habe.

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