Versicherungskunden, die ihrem Autoversicherer mit einem Schaden nicht auch Vorschäden melden, verlieren nicht immer den Versicherungsschutz. Dies entschied das Oberlandesgericht Oldenburg (Az. 3 U 43/04).

Der Fahrer eines Audi A 6 ­erwähnte in seiner Schadensmeldung einen Vorschaden von rund 4 000 Euro nicht. Er ging davon aus, dass die Gesellschaft davon wusste, da sie selbst den Schaden ein knappes halbes Jahr zuvor reguliert hatte.

Generell können sich Versicherte nicht darauf verlassen, urteilte das Gericht. Dieses ­Unternehmen jedoch arbeitet mit einem EDV-Programm, das die Sachbearbeiter automatisch über Vorschäden informiert. Ein Aufklärungsinteresse des ­Versicherers hinsichtlich der Vorschäden sei deshalb nicht ersichtlich. Er musste auch für den zweiten Schaden aufkommen.

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