Wer nach einem Autodiebstahl unvollständige Angaben zu einem reparierten Vorschaden macht, bekommt keine Entschädigung von der Versicherung. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden (Az. 4 U 218/00).

Einem Fahrer wurde sein Auto geklaut. Er wandte sich daraufhin an seine Kfz-Versicherung, damit sie ihm den Schaden ersetzt. Den Namen der Werkstatt, bei der der Wagen vor dem Diebstahl zur Reparatur war, wollte er seinem Versicherer allerdings nicht nennen. Auch die Rechnung über deren Reparaturleistung rückte er mit der Begründung nicht heraus, die Werkstatt habe schwarz gearbeitet und würde so Schwierigkeiten mit dem Finanzamt bekommen. In diesem Fall, so das Gericht, müsse der Bestohlene ganz auf die Diebstahlentschädigung verzichten, denn so könne sich das Versicherungsunternehmen kein zuverlässiges Bild vom Wert des Fahrzeugs machen.

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