Autoversicherer müssen ihre Kunden vor einer Reise in die Türkei darüber aufklären, dass im asiatischen Teil des Landes kein Versicherungsschutz be­steht. Das entschied der ­Bundesgerichtshof (BGH, Az. IV ZR 86/04).

Nach einem Wohnmobilbrand im asiatischen Teil der Türkei wollte der Kunde von seinem Kaskoversicherer mehr als 36 000 Euro. Der Versicherer lehnte die Zahlung ab. Versicherungsschutz bestehe nur im europäischen Teil der Türkei. Das sah der Bundesgerichtshof anders: Da das Versicherungsunternehmen von der geplanten Türkeireise wusste, hätte es seinen Kunden auf die Versicherungslücke hinweisen müssen, so die BGH-Richter. Dies habe es versäumt. Wie viel Geld der Kunde vom Versicherer bekommt, wird jetzt neu verhandelt.

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