Immer mehr Autoversicherer versorgen ihre Schadensabwickler mit einer speziellen Computersoftware, die Schadensfälle automatisch nach Betrügern durchforstet. Das Programm prüft jeden einzelnen Kfz-Haftpflichtschaden, der bearbeitet wird, von der Schadensmeldung bis zur Regulierung und sammelt nach bis zu 60 Merkmalen Punkte. Zu den Kriterien gehören zum Beispiel die Zeitspanne, innerhalb der der Schaden gemeldet wurde, das Alter der Unfallbeteiligten oder die Art des Unfalls. Ergeben sich Verdachtsmomente, weil ein Schaden beispielsweise erst nach Wochen gemeldet wurde, schauen sich die Unternehmen diesen genauer an. Selbst wenn der Fall doch noch reguliert wird, kann das später beispielsweise zu einer Meldung an die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geführte Betrugsdatei führen. Eine automatische Meldung gibt es aber nicht.

Ob das Vorgehen datenschutzrechtlich insgesamt akzeptabel ist, will der Hamburger Datenschutzbeauftragte prüfen. "Wir untersuchen das", so eine Sprecherin der Hamburger Behörde.

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