Kfz-Versicherung Meldung

Autoversicherungen sind billiger geworden. Mit unserer Analyse finden Sie die günstigen Anbieter.

Es war der teuerste Unfall, den je ein Pkw in Deutschland verur­sachte: Ein BMW-Fahrer verlor im Regen auf der A4 die Kontrolle über sein Auto und raste gegen einen Lkw. Der voll beladene Tanklaster geriet ins Schleudern, durchbrach die Leitplanke und stürzte von der Brücke hundert Meter in die Tiefe, knapp neben eine Wohnsiedlung – der Schaden hätte also noch höher sein können: 32 Millionen Euro musste der Autoversicherer auch so zahlen.

Noch teurer war der weltweit schlimmste Pkw-Unfall: 70 Millionen Euro betrug der Sachschaden, als 2001 nahe dem engli­schen Selby ein Pkw auf einem Bahngleis liegen blieb. Ein Zug rammte das Auto, entgleiste und prallte in einen entgegenkommenden Güterzug.

Für solche Katastrophen reicht der Versicherungsschutz nicht immer. Gerade mal 2,5 Millionen Euro für Personenschäden und 0,5 Millionen Euro für Sachschäden sind als Mindestdeckung in der Autohaftpflicht vorgeschrieben. Wir haben deshalb bisher immer die unbegrenzte Deckung empfohlen. Sie kostete nur einen geringen Aufpreis.

Doch seit zwei Jahren stehen die Versicherer bei Neuverträgen maximal bis 50 Millionen Euro ein. Nur in Altverträgen mit „unbegrenzter Deck­ung“ sind Sachschäden ohne Limit versi­chert. Nachdem Verbraucherschützer Druck gemacht hatten, erhöhen nun einige Gesellschaften die Deckungssumme. Condor, Deutscher Herold, Huk, Optima und VHV wollen für bis zu 100 Millionen Euro einstehen. Andere Gesellschaften werden nachziehen. Für Personenschäden liegt die Grenze aber weiter bei 2,5 Millionen Euro pro Geschädigtem, bei mehreren Opfern sind es 7,5 Millionen Euro.

Tipp: Da die Haftpflicht auch Ansprüche von Mitfahrern – sowohl im fremden als auch im eigenen Fahrzeug – reguliert, ist eine Insassenunfallversicherung überflüssig. Wenn etwa der Papa einen Unfall baut und die Kinder auf dem Rücksitz verletzt werden, zahlt seine Haftpflichtversicherung Schmerzensgeld. Nur der Fahrer selbst ist nicht versichert. Aber statt einer Insassenunfallpolice wäre für ihn eine normale Unfallversicherung sinnvoller, weil sie auch bei Freizeitunfällen zahlt.

Die Prämien für Kfz-Versicherungen sind gefallen – doch die Unterschiede zwischen den Versicherern bleiben. Selbst in günstigen Schadenfreiheitsklassen können sie einige Hundert Euro aus­ma­chen. Vergleiche sind aber aufwendig: Wegen der vielen individuellen Rabatte und des scharfen Wettbewerbs sind die Preise ständig in Bewegung. Eine Gesellschaft, die für alle Kunden am günstigsten ist, gibt es nicht. Unser Computerservice sucht unter rund 100 Unternehmen die für Sie günstigen Angebote heraus (Kosten: 16 Euro).

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