Kündigungsfristen: Richtig aussteigen

Das Frühjahr ist Hauptsaison für Autokäufer. Da lohnt es, auch über einen Wechsel der Versi­cherung nachzudenken.

Neues Auto: Wer sein Auto verkauft und auf ein anderes um­steigt, kann seine bisherige Versicherung kündigen. Der Vertrag endet zum Verkaufstermin. Wenn Sie Ihr neues Auto bei einer anderen Gesellschaft anmelden, gilt das als Kündigung des alten Vertrags. Dennoch sollten Sie den Versicherer informieren. Die Prämie fürs Restjahr wird erstattet.

Erhöhung: Wenn die Versiche­rung teurer wird, ohne gleichzeitig mehr zu bieten, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Die Frist beträgt einen Monat nach Zugang der Mitteilung. Die Kündigung gilt dann ab dem Tag, an dem die Prämienerhöhung wirksam würde.

Schaden: Nach einem Schaden dürfen Sie kündigen – und der Versicherer auch.

Frist: Ein Monat nach Anerkennung oder Ablehnung der Entschädigungspflicht. Wenn Sie kündigen, erhalten Sie bereits gezahlte Beiträge nicht zurück. Kündigt der Versicherer, muss er anteilig erstatten. Liegt keiner dieser Kündigungsgründe vor, laufen bestehende Verträge in der Regel bis zum Jahresende. Sie können dann nur zum Jahreswechsel kündigen, wobei das Schreiben bis zum 30. November beim Versicherer sein muss. Ohne Kündigung verlängert sich der Vertrag automatisch. Für einige alte Kaskopolicen gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten, sodass das Schreiben schon Ende September beim Versicherer sein muss.

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