Wer grob fahrlässig einen Unfall mitverschuldet hat, bekam früher von der Versicherung gar nichts ersetzt – jetzt immerhin einen Teil, je nachdem, wie schwer seine Schuld wiegt. Da kommt es auf den Einzelfall an. Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hat nun als Maßstab folgende Musterquoten vorgeschlagen.

  • Rote Ampel: Kürzung der Entschädigung um 50 Prozent.
  • Stoppschild: 25 Prozent Kürzung.
  • Diebstahl: Bei leichtfertigem Umgang mit Autoschlüsseln 25 Prozent Kürzung und sogar 75 Prozent, wenn der Schlüssel noch steckte.
  • Alkohol: Bei 0,3 bis 0,5 Promille keine generelle Quote. Bei 0,5 bis 1,1 Promille 50 Prozent, ab 1,1 Promille 100 Prozent.
  • Drogen: Abzüge von 50 bis 100 Prozent.

Tipp: Wer auch bei grober Fahrlässigkeit die volle Leistung will, kann das gegen Aufpreis versichern. Alkohol und Diebstahl bleiben aber ausgeschlossen.

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