Macht die Lebensgefährtin eines Versicherungsnehmers nach einem Verkehrsunfall grob fahrlässig falsche Angaben, muss die Vollkaskoversicherung nicht zahlen. Das entschied das Oberlandesgericht Köln (Az. 9 U 113/04). Die Partnerin des Geschädigten und Zeugin des Unfalls hatte in der Schadenanzeige falsche Angaben zum Straßenzustand und zum Tempo gemacht. Da solche ­falschen Angaben Obliegenheitsverletzungen sind, weigerte sich die Versicherung zu zahlen.

Der Versicherte wandte ein, er habe seine Freundin nicht konkret mit dem Ausfüllen der Schadenmeldung betraut und sah nicht ein, dass die Obliegenheitsverletzung seine Schuld sei. Ist sie aber, urteilte das Gericht. Da die Freundin ansonsten die gesamten Versicherungsangelegenheiten für den Geschädigten erledigt habe, sei sie auch in diesem Fall seine Vertreterin.

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