Kfz-Steuer für Trikes Meldung

Trikes kosten mehr Kfz-Steuer als Motorräder, weil sie als Kraftwagen gelten.

Fahrer von dreirädrigen Fahrzeugen (Trikes) müssen nun doch mehr Kfz-Steuer zahlen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Das dreirädrige Fahrzeug zähle für die Kfz-Steuer nicht als Kraftrad, sondern als Kraftwagen (Az. VII R 53/03). Damit hoben die obersten Finanzrichter das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern auf (Az. 1 K 649/01) und gaben dem Finanzamt Recht.

Auch wenn das Trike einem Motorrad ähnlich sieht – es ist keins, urteilten die obersten Finanzrichter: Fahrzeuge mit Querachse würden meist nicht als Rad, sondern als Wagen bezeichnet wie etwa die von Pferden gezogenen antiken Kampfwagen. Deshalb seien sie wie ein Auto ein mehrspuriges Fahrzeug.

Dieser feine Unterschied kommt für Trikefahrer teuer: Wie beim Pkw richtet sich die Kfz-Steuer nach Schadstoffklasse und Motortyp und kostet zum Beispiel für einen Rewaco-Shopper mit 1 585 Kubikzentimeter Hubraum 405 Euro im Jahr. Würde das Gefährt als Motorrad eingestuft, wären nur rund 117 Euro Steuern fällig.

Tipp: Einen Kfz-Steuerrechner der Oberfinanzdirektion Hannover finden Sie unter www.steuer.niedersachsen.de/Service/Kfz.htm.

Dieser Artikel ist hilfreich. 483 Nutzer finden das hilfreich.