Kfz-Steuer Meldung

Die Kfz-Steuer für ab Juli 2009 gekaufte Neuwagen wird nach neuen Regeln berechnet. Das hat der Bundestag beschlossen. Stimmt der Bundesrat der Neuregelung zu, bestimmt zukünftig auch dessen CO2-Ausstoß die Höhe der Steuer. Sie steigt dann also für Autos, die viel Kraftstoff verbrauchen.

Alte Wagen bleiben unberührt

Wirksam werden soll die neue Steuerregelung ab dem 1. Juli 2009. Wer einen Wagen hat, der vor dem 5. November 2008 neu zugelassen wurde, fährt weiter wie bisher. Erst ab dem Jahr 2013 sollen auch diese Wagen gemäß ihrem CO2-Ausstoß besteuert werden. Betroffen sind zunächst nur Fahrer, die ihren Wagen nach dem 5. November 2008 neu zugelassen haben – und das auch nur bedingt.

Für schnelle Käufer die günstigere Steuer

Wer sein Auto zwischen dem 5. November 2008 und dem 1. Juli 2009 zulässt oder zugelassen hat, profitiert von einer Übergangsregelung. In diesen Fällen berechnet das Finanzamt auch künftig die Steuer, die für den Halter des Wagens günstiger ist, also entweder nach der alten oder nach der neue Regel. Nur für Fahrer, die ihren Wagen ab Juli 2009 neu zulassen, gilt dann allein die neue Steuerregelung.

Steuerbonus für CO2-arme Autos

Ein Blick auf die Steuerlast lohnt beim Neuwagenkauf allemal. So ist bereits beschlossene Sache, dass Fahrer ein Jahr lang von der Kfz-Steuer befreit sind, wenn Sie bis zum 30. Juni 2009 einen Neuwagen kaufen. Und wer einen Wagen wählt, der die Abgasnorm Euro-5 oder Euro-6 erfüllt, fährt sogar bis Ende 2010 steuerfrei. Bei allen anderen Modellen lohnt ein wenig Rechnerei. Manche Autos werden zukünftig steuerlich deutlich teurer, andere werden deutlich günstiger, siehe Tabelle. Zum Glück lässt sich die künftige Steuerlast eines Wagens leicht berechnen.

Schritt 1: Den Hubraum ermitteln

Zunächst gilt es, den Hubraum des neuen Wagens zu ermitteln. Diese Daten in der Maßeinheit Kubikzentimeter (ccm) stehen auf der Internetseite des jeweiligen Herstellers und auch in der Zulassungsbescheinigung des Wagens.

Schritt 2: Die Hubraumsteuer berechnen

Der Hubraum ist bekannt? Dann kann der Autofahrer schon einmal den Teil der Steuer berechnen, der aufgrund der Motorgröße fällig wird. Je 100 angefangener Kubikzentimeter Hubraum fallen zukünftig bei einem Benziner 2 Euro Steuer fällig. Die erste Rechnung lautet:

Benziner: Aufgerundeter Hubraum (ccm) / 100 x 2

Diesel werden höher besteuert. Hier werden 9,50 Euro je 100 angefangene Kubikzentimeter Hubraum fällig und die Rechnung sieht so aus:

Diesel: Aufgerundeter Hubraum (ccm) / 100 x 9,5

Für einen Benziner mit zum Beispiel 1998 Kubikzentimeter Hubraum (aufgerundet: 2000) werden also 40 Euro fällig (2000 ccm / 100 x 2=40).

Bei einem Diesel dieser Größenordnung zahlt der Halter jährlich 190 Euro an den Staat (2000 / 100 x 9,5= 190).

Schritt 3: Den CO2-Ausstoß ermitteln

Um herauszufinden, ob nach den neuen Regeln noch mehr Steuern fällig werden, muss der Autofahrer den CO2-Ausstoß ermitteln. Das geht ganz bequem: Der Wert steht in einer alphabetisch sortierten Liste aller in Deutschland erhältlichen Neuwagen, die die Firma Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) erstellt hat.

Schritt 4: Die Gesamtsteuer berechnen

Der CO2-Wert liegt vor und beträgt unter 120 g/km? Dann ist die Rechnerei hier schon zu Ende. In diesem Fall zählt allein das, was aufgrund des Hubraums fällig wird. Ist der CO2-Wert aber höher als 120 g/km, will der Fiskus zukünftig mehr. Zur Hubraumsteuer kommt dann noch das Ergebnis der folgenden Rechnung oben drauf:

(CO2-Wert – 120) x 2

Hat der neue Wagen also zum Beispiel einen Emmissionswert von 150, kommen zur Hubraumsteuer noch 60 Euro im Jahr dazu (150 g/km – 120) x 2= 60).

Zur Tabelle

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