Kfz-Schäden Meldung

Autofahrer dürfen nach einem Unfall auf Basis eines Kostenvoranschlags Geld vom Schädiger verlangen, statt den Wagen reparieren zu lassen. Sie müssen aber sparsam rechnen, wenn es der Schädiger verlangt (Bundesgerichtshof, Az. VI ZR 91/09). Der Fahrer des beschädigten Autos darf den Schaden nicht mit den Stundensätzen einer teuren Markenwerkstatt ausrechnen, wenn der Unfallgegner auf eine gute und günstige freie Werkstatt in der Nähe hinweist.

Tipp: In Ausnahmefällen dürfen Sie als Geschädigter trotzdem auf Basis der Kosten der Markenwerkstatt abrechnen:

  • Wenn Ihr Wagen noch keine drei Jahre alt ist, müssen Sie sich auf keinen Fall auf eine günstige Alternative einlassen.
  • Ist Ihr Wagen älter, können Sie die Schadensberechnung mit Billigtarifen ablehnen, wenn das für Sie unzumutbar ist. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie Ihren Wagen bislang ausnahmslos in der Markenwerkstatt warten ließen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 347 Nutzer finden das hilfreich.