Kfz-Kasko­versicherung Meldung

Vernichtet ein Kfz-Versicherer Beweise für den Wild­unfall eines Kunden und behauptet dann, dessen Schil­derung des Zusammen­stoßes sei falsch, muss er seine Version des Geschehens beweisen oder zahlen. Das entschied das Ober­landes­gericht München (Az. 10 U 3566/14).

Mit Fuchs kollidiert

Geklagt hatte ein Versicherungs­nehmer, der nach eigenen Angaben mit einem Fuchs kollidiert und darauf­hin von der Straße abge­kommen war. Dabei entstand ein Schaden von mehr als 28 000 Euro.

Versicherer lässt Beweisstücke verschwinden

Die Versicherung zweifelte an der Aussage des Kunden und weigerte sich zu zahlen. Die Beweisstücke, Haare des in der Nähe vom Unfall­ort aufgefundenen toten Fuchses und Haare auf dem Kenn­zeichen, hatte sie auf dem Weg ins Labor verschwinden lassen.

Beweislast umge­kehrt

Das Gericht wertete dieses Verhalten als unzu­lässige Beweis­ver­eitelung. Daher müsse die Gesell­schaft nun ihrer­seits beweisen, dass der Zusammen­stoß nicht wie geschildert passiert sei. Da ihr das nicht gelang, musste sie zahlen.

Tipp: Mehr zum Thema Schaden­regulierung in unserem Special Wie Unfallopfer kämpfen – und Versicherer dagegenhalten. Sie sind mit Ihrer Versicherung unzufrieden? Die für Sie richtige Kfz-Police finden Sie mithilfe unserer Analyse Autoversicherung. Ausführ­liche Informationen rund um die Auto­versicherung finden Sie im großen FAQ Autoversicherung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 12 Nutzer finden das hilfreich.