Kfz-Haftpflichtversicherung Meldung

Ein Kfz-Haftpflichtversicherer darf ein Unfallopfer mit seinem Auto nicht einfach zu einer günstigen freien Werkstatt schicken. Er müsste erst nachweisen, dass die Werkstatt den gleichen Qualitätsstandard bietet wie eine Markenwerkstatt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH, Az. VI ZR 53/09).

Geklagt hatte der Halter eines neun Jahre alten VW Golf. Als er den Schaden an seinem Auto auf Basis eines Gutachtens abrechnen wollte, wollte der Versicherer des Unfallgegners nur die niedrigeren Stundensätze für die Reparatur in einer freien Werkstatt erstatten. Zunächst bekam der Versicherer recht. Der BGH hob das Urteil auf, da die Vorinstanz nicht geklärt hatte, ob die freie Werkstatt gleiche Qualität bietet.

Halter, deren Autos nicht mehr als drei Jahre alt sind, müssen sich in der Regel gar nicht auf eine freie Werkstatt verweisen lassen. Sie könnten Probleme mit Gewährleistung, Garantie oder Kulanz bekommen, so der BGH.

Halter älterer Fahrzeuge dürfen ihr Auto in einer markengebundenen Werkstatt reparieren lassen, wenn sie nachweisen, dass ihr Wagen bisher immer dort gewartet wurde.

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