Für die Höhe des Schmerzensgeldes nach einem Autounfall muss auch das Regulierungs- und Prozessverhalten des Versicherers berücksichtigt werden. Das entschied das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein (Az. 7 U 76/07). Bei einem Unfall mit einem Lastwagen wurde eine Arzthelferin schwer verletzt und litt an starken psychischen Störungen. Sie verlangte 30 000 Euro Schmerzensgeld, der gegnerische Versicherer zahlte nur 2 750 Euro. Das fanden die Richter viel zu wenig. Sie kritisierten, dass der Versicherer es auf einen Prozess ankommen ließ und die Frau verdächtigte, Symptome vorzutäuschen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 535 Nutzer finden das hilfreich.