Auch wenn ein Auto nach einem Unfall mit einer Billigreparatur instand gesetzt wird, muss die Versicherung die von einem Sachverständigen geschätzten höheren Kosten für eine vollständige und fachgerechte Reparatur übernehmen. Dabei darf künftig der Restwert des Wagens nicht abgezogen werden. So hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VI ZR 393/02). Vor­aussetzung dafür ist, dass das Auto wieder verkehrssicher ist.

Im dem Fall hatte der Inhaber einer Kfz-Werkstatt nach einem Unfall nur das Nötigste an seinem Wagen repariert. Er forderte von der Versicherung dennoch so viel Geld, wie erforderlich gewesen wäre, um den Wert des Autos voll wieder herzustellen. Zu Recht, urteilten die Karlsruher Richter. Entscheidend war für sie, dass das Fahrzeug tatsächlich repariert und weiter genutzt wurde. Da die geschätzten Kosten für die vollwertige Reparatur zudem unter dem Wert des Autos vor dem Unfall lagen, musste die Versicherung nachzahlen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 296 Nutzer finden das hilfreich.