Kerzen im Test Gute Lichter fürs Fest

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Kerzen im Test - Gute Lichter fürs Fest
© Stiftung Warentest

Kerzen gehören zur Weihnachts­zeit wie Geschenke und der Tannenbaum. Die Stiftung Warentest hat 16 klassische Advents­kerzen geprüft, sogenannte Stumpenkerzen. Das Ergebnis ist erfreulich: Jede vierte eignet sich sehr gut für den Advents­kranz. Gute Kerzen brennen ruhig und verlöschen am Ende recht­zeitig von selbst. Schad­stoffe sind kein Thema. Aber viele Produkte enthalten umstrittenes Palmöl. Hier finden Sie die besten Kerzen für den Advents­kranz.

Kerzen im Test Testergebnisse für 16 Stumpenkerzen 12/2016

Inhalt
Liste der 16 getesteten Produkte
Stumpenkerzen 12/2016
  • Bolsius Eika Hauptbild
    Bolsius Eika
  • Diana Candles Hauptbild
    Diana Candles
  • Edeka/ Gut&Günstig Stumpenkerze Hauptbild
    Edeka/ Gut&Günstig Stumpenkerze
  • Gala Qualitätskerze Stumpen Hauptbild
    Gala Qualitätskerze Stumpen
  • Gebr. Müller Kerzenfabrik Qualitäts-Kerze mit Durchbrandsperre Hauptbild
    Gebr. Müller Kerzenfabrik Qualitäts-Kerze mit Durchbrandsperre
  • Gies Stumpenkerzen Hauptbild
    Gies Stumpenkerzen
  • Ikea Dagligen Hauptbild
    Ikea Dagligen
  • Kaufland/ K Classic festive Stumpenkerze Hauptbild
    Kaufland/ K Classic festive Stumpenkerze
  • KCB-Kerzen Stumpenkerzen Hauptbild
    KCB-Kerzen Stumpenkerzen
  • Kopschitz Flachkopf-Stumpenkerze Hauptbild
    Kopschitz Flachkopf-Stumpenkerze
  • Netto Marken-Discount/ Dekor Stumpenkerzen Hauptbild
    Netto Marken-Discount/ Dekor Stumpenkerzen
  • Rossmann/ Rubin Licht Stumpenkerze Hauptbild
    Rossmann/ Rubin Licht Stumpenkerze
  • Steinhart Stumpenkerze Hauptbild
    Steinhart Stumpenkerze
  • Vollmar Yul Stumpen Hauptbild
    Vollmar Yul Stumpen
  • Wenzel selbstverlöschende Safe Candle Hauptbild
    Wenzel selbstverlöschende Safe Candle
  • Wiedemann The Green Candle Hauptbild
    Wiedemann The Green Candle

Keine flackert, rußt oder tropft

Um das beste Licht fürs Fest zu finden, zündeten die Tester Dutzende von Kerzen an. Mit vorweih­nacht­licher Besinn­lich­keit hatte das wenig zu tun – im Labor zählen nur Fakten: Die Form der Flamme, die Krümmung des Dochtes, der sogenannte Rußindex, das Flacker-, Tropf- und Auslauf­verhalten. Mängel fanden die Prüfer nicht. Alle Stumpenkerzen im Test brennen ruhig und gleich­mäßig, keine flackert, rußt oder tropft. Unterschiede zeigten sich aber, als die Prüfer die Stumpen löschten: Einige Dochte glimmen recht lange nach. Dadurch verkürzt sich der Docht und ist schwerer wieder anzu­zünden.

Tipp: Die Stiftung Warentest hat auch Rauchmelder getestet. Gute Melder gibt es schon ab 20 Euro.

Geringe Gehalte an Nickel gefunden

Damit Advents­kerzen sauber brennen, müssen ihre Inhalts­stoffe rein sein. Kritische Lösungs­mittel oder andere Schad­stoffe können sie verunreinigen. Meist rußen sie dann stark. Nicht so die Kerzen im Test. Sie rußen so gut wie gar nicht. Wir haben neben dem Rußen auch geprüft, ob die Stumpen Nickel als Fertigungs­rück­stand enthalten. Das Metall kann beim Brennen in die Atem­luft gelangen und Lungenkrebs erzeugen. Bei den Kerzen im Test muss sich niemand sorgen: Keine reißt den Grenz­wert von 0,5 Milligramm Nickel pro Kilogramm Kerze, der auf EU-Ebene diskutiert wird. Eine ist allerdings recht nah dran.*

Einige Kerzen brennen zu weit herunter

Drei Advents­kerzen im Test sind als selbst­verlöschend gekenn­zeichnet. In diesen Stumpen sorgt eine Brand­sperre – zum Beispiel ein Metall­teil – dafür, dass die Flamme von allein verlischt statt ganz herunter­zubrennen. Ein Segen für alle, die vergess­lich sind. Im Test hat das gut funk­tioniert. Auch andere Kerzen gehen recht­zeitig aus, ohne dass die Anbieter dies auf dem Etikett vermerken. Manche Kerzen brennen allerdings so weit herunter, dass sie brandgefähr­lich werden können.

Oft fehlt die Angabe zur Brenn­dauer

Sehr gut: Angaben zur Brenn­dauer werden einge­halten, oft sogar über­troffen. Mangelhaft: Oft fehlt der Hinweis, wie lange eine Advents-Kerze leuchten wird – und dem Käufer fehlt damit eine Orientierung. Kerzen sehen sich ziemlich ähnlich. Die geprüften Produkte sind etwa zehn Zenti­meter hoch, fünf Zenti­meter dick und rot; nur die Ikea-Kerze ist violett. Dennoch brennen einige mehrere Stunden länger als andere. Das liegt oft am Docht: Je nach Webart des Baumwoll­fadens ist die Flamme größer oder kleiner – das Wachs also schneller oder lang­samer verbrannt. Die Inhalts­stoffe haben dagegen kaum Einfluss auf die Brenn­dauer.

Kerzen enthalten zunehmend Palmöl

Haupt­bestand­teil von Kerzen ist meist Paraffin. Viele Hersteller mischen dies mitt­lerweile mit Stearinsäure, die zunehmend aus Palmöl gewonnen wird. Paraffin steht wie alle Erdöl­produkte wegen seiner Umwelt­belastung in der Kritik. Kerzen ohne Palmöl zu finden, ist nicht leicht – und der Einsatz von Palmöl ist umstritten. In den Haupt­anbauländern der Ölpalmen, Indonesien und Malaysia, werden für neue Plan­tagen Regenwälder gerodet, Urein­wohner und bedrohte Tiere vertrieben. Wir haben alle Anbieter gefragt, aus welchen Quellen ihr Palmöl stammt. Die meisten Unternehmen erklärten, nur als nach­haltig zertifiziertes Palmöl zu nutzen. Anspruchs­volle Zertifikate, die eine Rück­verfolg­barkeit des Palm­öls garan­tieren, nutzen aber erst wenige.

* Passage korrigiert am 23. Dezember 2016

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5 Kommentare Diskutieren Sie mit

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groegsy am 15.12.2020 um 01:26 Uhr
Rote Bienenwachskerzen

Bei manufactum erhält man in der Weihnachtszeit seit Jahren rote Bienenwachskerzen im 4er Pack als Adventskranzkerzen (Preis ca. 25€).
Aber sie können gern weiterhin nur ihre Billigprodukte beurteile.

Profilbild Stiftung_Warentest am 17.12.2018 um 12:19 Uhr
Schwermetalle in Kerzen

@karsten.burger: Der Fokus unserer Untersuchung lag auf Brandsicherheit. Aber auch Schadstoffe, die die Gesundheit belasten können sind für uns natürlich relevant. Die von Ihnen zitierte BfR-Veröffentlichung stammt aus dem Jahr 2013. Im Vorfeld unserer Untersuchung haben wir mit einem Fachbeirat das Prüfprogramm diskutiert. Nach Experteneinschätzung war Bleibelastung bei Kerzen kein Thema mehr. Da wir keine Duftkerzen prüfen wollten, war auch die Thematik der allergenen Duftstoffe in Kerzen nicht relevant. Allerdings ist Nickel immer noch ein Problem bei der Kerzenherstellung, daher haben wir Nickel in der Kerzenmasse und im Docht analysiert und in dem Artikel im test 12/2016 einen Hinweis auf die geringen Nickelfunde veröffentlicht. (spl)

karsten.burger am 15.12.2018 um 10:35 Uhr
Bleidrähte im Kerzendocht?

Hallo, haben Sie Dochte mit Bleidraht gefunden? Wird das in Deutschland verkauft? In anderen Ländern ist es wohl häufig.
Siehe www.bfr.bund.de/cm/343/blei-nickel-und-allergene-duftstoffe-in-kerzen-sollten-begrenzt-werden.pdf

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.11.2016 um 10:09 Uhr
Keine Bienenwachskerzen im Test

@helmut_berlin: Bienenwachskerzen haben einen sehr geringen Marktanteil von weniger als 1 Prozent. Sie passten außerdem nicht in unsere Marktauswahl, da wir rote Stumpenkerzen geprüft haben. Bienenwachskerzen sind eine umweltschonende Alternative zu Paraffinkerzen, weil sie aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Bienenwachs ist aber ein vergleichsweise seltener Rohstoff, daher sind die Kerzen auch vergleichsweise teuer. Hinweis: Nur wenn die Kerze aus reinem Bienenwachs ohne weitere Beimischung anderer Stoffe besteht, darf sie als „Bienenwachskerze“ bezeichnet werden. (Se)

helmut_berlin am 24.11.2016 um 08:11 Uhr
Bienenwachs-Kerzen?

Frage: Warum haben Sie keine Bienenwachs-Kerzen getestet?
Seit Jahren haben wir ausschließlich diese Sorte im Einsatz und sind sehr zufrieden, da sie nicht rußen und beim Abbrennen einen angenehmen Duft verströmen!!