Im Sommer 2000 ärgerte das Amtsgericht Kleve Reiseunternehmen damit, dass es nachträgliche Reisepreiserhöhungen wegen gestiegener Kerosinpreise für unzulässig hielt. Kurz darauf segnete das Landgericht Düsseldorf diese Kerosinzuschläge jedoch ab. Dass die Klever Richter im Recht sind, finden nicht nur Reiserechtsexperten. Auch das Amtsgericht Kleve hält in einem weiteren Urteil an seiner Rechtsprechung fest (Az. 3 C 346/00).

Mit dem neuen Urteil hat es zudem geklärt, dass man den zu Unrecht gezahlten Zuschlag auch nach längerer Zeit zurückfordern kann. Die im Reiserecht sonst übliche Monatsfrist gelte nicht für die Erstattung der Spritzuschläge. Solche Bereicherungsansprüche verjähren dem BGB zufolge erst nach 30 Jahren.

Tipp: Geben Sie noch nicht auf, wenn Reiseunternehmen den Zuschlag nicht erstatten. Das OLG Düsseldorf urteilt demnächst auch noch zu der Frage.

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