Kerbel Meldung

Die meisten Kräuter gibt es das ganze Jahr hindurch frisch – aus dem Treibhaus oder aus dem Töpfchen in der Fensterbank. Nur der petersilienähnliche Kerbel macht sich rar. Er ist ein typisches Sommer-Freilandkraut mit einem eigenwilligen, leicht anisähnlichen Aroma. In der französischen Küche ist das Vitamin-C-reiche Kraut fester Bestandteil der „fines herbes“ (feine Kräuter).

Dazu zählen neben Kerbel vor allem Estragon, Petersilie und Schnittlauch. Mit Kerbel oder „fines herbes“ würzt man zarte Gemüse- und Fischgerichte, Eintöpfe, Omeletts, Salatsoßen und milde, sahnige Suppen. Bekannt und schmackhaft ist Kerbelsuppe als typisches Frühsommergericht.

Tipp: Kochen und Erhitzen bekommt dem zarten Kerbelkraut nicht. Es wird dann bitter. Auch getrocknet oder eingefroren verliert es sein feinwürziges Aroma, das kurz vor der Blüte besonders intensiv ist. Für die Kerbelsuppe können Sie einige feingehackte Stängel mitkochen. Die zart gefiederten Blättchen des frischen Krauts geben Sie aber besser erst an die fertige Speise.

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