Kennzeichnung von Strom Meldung

Verbraucher werden künftig mit der Stromrechnung erfahren, aus welchen Quellen der Strom stammt. Das sieht eine neue Richtlinie der Europäischen Union vor, die bis Juli 2004 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Die Mitgliedsstaaten können die Stromversorger auch verpflichten, die Umweltbelastung auf die Rechnung zu schreiben. Zum Beispiel, wie viel Kohlendioxid oder radioaktiver Abfall entsteht.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband und Umweltschutzorganisationen haben die Kennzeichnung lange gefordert. Bisher verschweigen viele Versorger, wie der Strom produziert wird. Die Kunden können dann nicht erkennen, wie ihr Stromverbrauch die Umwelt belastet.

Ökostromanbieter hoffen auf Zulauf

Kennzeichnung von Strom Meldung

Ökostromanbieter – einige haben wir in der Tabelle aufgeführt – erhoffen sich von der Richtlinie mehr Zulauf. Der Umwelt würde das nützen: Mehr erneuerbare Energie wie Wind, Wasserkraft oder Sonnenenergie bedeutet weniger umweltschädliches Kohlendioxid. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 51 Millionen Tonnen eingespart. Insgesamt entstanden durch Energieverbrauch rund 850 Millionen Tonnen. Grund für die Einsparung sind zum Beispiel das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) und das 100 000-Dächer-Solarstromprogramm. Der Bundesgerichtshof hat kürzlich bestätigt, dass die Einspeisevergütung für Ökostrom per EEG verfassungsgemäß ist. Das 100 000-Dächer-Programm ist allerdings gerade ausgelaufen.

Tipps: Entscheiden Sie nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach dem Strommix.

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