Keine Angst vor Spritzen Pflaster betäubt

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Ein Pflaster, das die Haut betäubt, nimmt Kindern die Angst vor Impfen und Blutabnahmen. Auf den Kinderschmerztagen in Recklinghausen stellte ein Schmerzforscher und -therapeut der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln (Universität Witten/Herdecke) entsprechende Studienergebnisse mit 160 Kindern ab vier Jahren vor.

Das Pflaster ist mit einer Creme beschichtet, die die lokalen Betäubungsmittel Lidokain und Prilokain enthält. Damit kann die Haut für zwei bis vier Stunden betäubt werden. Es dauert eine bis anderthalb Stunden, ehe diese Wirkung eintritt – das Pflaster muss also rechtzeitig vorher aufgeklebt werden. Danach sind Nadelstiche so gut wie schmerzfrei. In der Nachbeobachtung, so der Forscher, waren die Kinder weniger aggressiv und zeigten deutlich weniger Angst und Schmerz als Kinder in einer Vergleichsgruppe, die nicht auf den Arztbesuch vorbereitet worden waren.

Eltern wird geraten, das rezeptfreie Pflaster anzuwenden, bevor sie mit den Kindern zum Impfen oder zur Blutabnahme gehen. In Skandinavien ist dies schon lange üblich.

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