Kein Schaden­ersatz Meldung

Tanzen zwei Menschen freiwil­lig zusammen, haftet jeder für sich selbst.

Lässt sich eine Frau auf einen Paartanz ein, haftet ihr Tanz­partner nicht, wenn sie dabei stürzt und sich verletzt. Das hat das Ober­landes­gericht Frank­furt am Main entschieden (Az. 13 U 222/16). Kurz nach Mitter­nacht hatte der Beklagte, der sich selbst als „Tanzkönig“ seines Ortes bezeichnet, die Klägerin bei einer Geburts­tags­party zum gemein­samen Tanzen aufgefordert. Die Frau tanzte zu diesem Zeit­punkt allein auf der Tanz­fläche. Sie merkte an, dass sie nicht tanzen könne und das Ganze ihr zu schnell sei, kam seiner Aufforderung aber nach. Als der Tanzkönig sie in einer schwungvollen Drehbewegung losließ, wohl um sich selbst zu drehen, stürzte die Klägerin und verletzte sich erheblich. Sie verklagte ihren Tanz­partner und verlangte Schaden­ersatz. Doch der Tänzer haftet nicht. Weil die Frau nicht ausdrück­lich erklärt hatte, nicht mittanzen zu wollen, habe der Paartanz auf ihrer freiwil­ligen Willens­entscheidung beruht. Dass der Mann besser tanzen konnte als sie, machte ihn noch nicht schuldig.

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