Wer in der Kantine oder im Restaurant Nudeln bestellt und sie schon fünf Minuten später vor sich hat, bekommt oft im Voraus gekochte Nudeln serviert. Das ist nicht verboten, aber möglicherweise unappetitlich: Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart hat 474 Proben vorgegarter Teigwaren aus der Gastronomie untersucht und rund 17 Prozent davon wegen Keimbefall beanstandet. Einige waren regelrecht verdorben. Krankmachende Keime kamen aber nicht vor. Offenbar wurden die auffälligen Nudeln einige Tage im Voraus gekocht, sodass sich zum Beispiel Keime aus der Luft übermäßig darin vermehrten. Sie finden in den feuchten, nährstoffreichen Teigwaren bei schlechter Kühlung gute Wachstumsbedingungen und sterben nicht ab, wenn die Nudeln nur kurz erwärmt werden.

Tipp: Fragen Sie, ob Spaghetti, Penne und Co. frisch gekocht wurden. Wenn sie am selben Tag gekocht und gekühlt wurden, besteht kein großes Risiko.

Dieser Artikel ist hilfreich. 722 Nutzer finden das hilfreich.