Jeder Deutsche konsumiert im Schnitt etwa 100 Kaugummis pro Jahr. Nun gibt es die erste Alternative mit Biosiegel: Chicza (sprich „Tschiksa“), einen Biokaugummi. Er verspricht Abhilfe gegen die nicht kompostierbare klebrig-zähe Masse auf den Bürgersteigen, die hohe Reinigungskosten verursacht. Anders als herkömmliche Kaugummis, die größtenteils synthetisches Gummi auf Erdölbasis enthalten, ist Chicza biologisch abbaubar. Seine Kaumasse produzieren 56 Kooperativen im mexikanischen Regenwald aus dem 30 Meter hohen Breiapfelbaum. Durch Schnitte in die Rinde tritt Chicle, Milchsaft, aus. Dieser wird gekocht, mit natürlichen Wachsen verschmolzen, die Masse dann gesüßt und aromatisiert. Der Biokaugummi hat aber auch Schwächen: Chicza ist nicht zuckerfrei, zudem wird er beim Kauen krümelig und erst nach einiger Zeit zu einer einheitlichen Masse. Der Geschmack nach Limone oder Minze verschwindet schnell.

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