Mit einer cleveren Konstruktion gelang es einem Ehepaar, die Schuldzinsen zur Finanzierung seines Einfamilienhauses steuermindernd abzuziehen.

Der Bundesfinanzhof erkannte folgende Gestaltung an (Az. IX R 46/01): Dem Ehemann gehörten zwei Eigentumswohnungen und ein Grundstück, auf dem ein Einfamilienhaus gebaut werden sollte. Er verkaufte seiner Frau eine vermietete Eigentumswohnung zu einem angemessenen Kaufpreis.

Die Ehefrau zahlte den Kaufpreis per Bankdarlehen, das die Bank unter anderem durch eine Grundschuld auf dem unbebauten Grundstück sicherte. Die neue Eigentümerin überwies den Kaufpreis auf das Konto ihres Mannes. Von dem Geld baute dann das Ehepaar das Einfamilienhaus.

Der Gestaltungstrick: Die Frau kann bei ihren Einkünften aus der Vermietung der Eigentumswohnung die Schuld­zinsen für das Darlehen als Werbungskosten abziehen. Sie kann außerdem die Gebäudeabschreibung auf Grundlage des Kaufpreises geltend machen, den sie an ihren Mann gezahlt hat.

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