Kaufvertrag Meldung

Wer einen dunkelblauen Wagen bestellt, muss sich nicht mit einem schwarzen begnügen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. VIII ZR 70/07).

Geklagt hatte ein Verkäufer, dessen Kunde eine Corvette in „Le Mans Blue Metallic“ bestellt hatte. Ausliefern wollte der Verkäufer den rund 40 000 Euro teuren Wagen am Ende aber in Schwarz. Der Kunde erklärte den Rücktritt vom Vertrag. Der Verkäufer bestand auf Bezahlung – zu Unrecht, wie nun der BGH befand. Die Lieferung eines Wagens in falscher Farbe stelle eine „erhebliche Pflichtverletzung“ dar.

Die Gerichte der Vorinstanz hatten das noch anders gesehen und den Kunden zum Zahlen verurteilt. Erst der BGH schlug sich auf die Käuferseite. Die Lackfarbe bestimme das Erscheinungsbild des Wagens und gehöre deshalb zu den maßgeblichen Punkten der Kaufentscheidung.

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