Kauflustindex Meldung

Wer derzeit sein Geld beisammen hält, liegt im Trend – jedenfalls in Deutschland. Die Euro-Einführung hat den Verbrauchern hierzulande den Einkaufsspaß gründlich verdorben, die Kurve der Konsumfreudigkeit geht steil nach unten. Viele Konsumenten haben größere Anschaffungen offensichtlich schnell noch im Vorjahr erledigt, zumindest das Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels lief im Jahr 2001 prima. Nun ist aber endgültig Flaute in Sachen Shopping.

Den Grund sehen Marktforscher der Gesellschaft für Konsumentenforschung (GfK) darin, dass wohl viele Verbraucher bereits im vergangenen Jahr den Verdacht hatten, dass im Zuge der Währungsumstellung die Preise steigen würden.

Das Preisniveau nach dem Jahreswechsel in Gastronomie und bei anderen Dienstleistern dürfte der Konsumlaune dann den Rest gegeben haben. Nach Untersuchungen der Verbraucherzentrale Bundesverband sind tatsächlich viele Preise angehoben worden. Das statistische Bundesamt meldete für Februar 2002 einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 Prozent gegenüber Februar 2001 und prognostizierte für März 2002 einen Anstieg um 1,8 Prozent.

Auch in Frankreich und Spanien fällt die Kauflust-kurve ab, wenn auch nicht so heftig wie in Deutschland. Zukunftsweisend präsentiert sich nach Ansicht der Marktforscher Italien: Hier fiel das Stimmungstief auf den Jahreswechsel und seitdem geht es in Bella Italia in Sachen Kauflaune wieder steil nach oben. Ganz anders sieht es in Großbritannien aus, wo nach wie vor das Pfund und nicht der Euro regiert. Hier schwankte der Index der Konsumfreudigkeit zwar – er stürzte aber nicht ab.

Tipp: Wenn Sie dem Trend folgen und Anschaffungen auf später verschieben, lassen Sie Ihr Geld nicht auf dem Girokonto. Bessere Zinsen bei ständiger Verfügbarkeit gibt es, wenn Sie Ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen.

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