Kaufkraft Einbußen trotz höherer Löhne

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Die durchschnittlichen Löhne der deutschen Arbeitnehmer sind in den vergangenen zwölf Jahren zwar deutlich gestiegen. Doch die Beschäftigten können sich davon weniger kaufen als noch Anfang der neunziger Jahre. Denn sowohl höhere Abgaben auf den Lohn als auch die gestiegenen Preise haben so viel vom Lohnzuwachs aufgefressen, dass die Kaufkraft gesunken ist.

Das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen ist seit 1991 um knapp 600 Euro auf 2 240 Euro gestiegen. Das Nettoeinkommen je Monat vergrößerte sich nur um knapp 300 Euro auf 1 440 Euro. Der Nettolohn macht heute nur 64,3 Prozent des Bruttos aus. 1991 waren es 69,7 Prozent.

Das Bruttoeinkommen ist die Summe, die vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben auf der Steuerkarte erscheint. Das Nettoeinkommen ist das, was der Arbeitnehmer nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt bekommt.

Entscheidend für den Verbraucher ist aber, was er sich vom Nettoeinkommen tatsächlich kaufen kann. Im Jahr 2003 waren das 1,7 Prozent weniger als 1991.

Der Rückgang war nicht kontinuierlich. Anfang der Neunziger stieg die Kaufkraft. Dann ging sie zwischen 1993 und 1997 kontinuierlich zurück: bis auf 95,5 Prozent des Einkommens von 1991.

Nach 1997 führte die Steuerreform der rot-grünen Bundesregierung zu einem leichten Anstieg der Nettoeinkommen und der Kaufkraft.

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