Nie ohne Limit kaufen

Limits sind beim Aktienhandel grundsätzlich zu empfehlen. Doch auch sie haben ihre Tücken.

Keine Aktienorder ohne Limit. Wer sich vor Kursreinfällen schützen will, kann sich durch Vorgabe eines festen Zielkurses absichern.

Mit einem Kurslimit vermeidet der Anleger zum Beispiel, dass er einen australischen Goldminenwert zum Mondpreis ins Depot bekommt. Er kann damit auch versuchen, die Intel-Aktie zum Tagestiefkurs zu erwischen. Bleibt der Kurs immer über seinem Limit, hat der Anleger aber Pech gehabt. Seine Order wird nicht ausgeführt.

Beim Limit hat der Anleger die Wahl: Er kann es tagesgültig oder bis zum Monatsende setzen. Wer die Märkte ständig beobachtet, wird in der Regel die erste Variante bevorzugen. Für langfristig orientierte Anleger hat die zweite den größeren Reiz. Schließlich sind auf Monatssicht größere Kursschwankungen zu erwarten. Anleger haben die Chance, mit einem tiefen Limit ein Schnäppchen zu machen.

Limits sind nicht immer kostenlos. Anleger müssen bei der Augsburger Aktienbank, Comdirect, Consors und Postbank Easytrade 2,50 Euro bezahlen – bei einigen aber nur, wenn eine limitierte Order nicht zur Ausführung kommt. Die Advance Bank lässt sich den Limitverfall mit 4,10 Euro und 1822 direkt sogar mit 5 Euro vergüten. Täglich neue Schnäppchenlimits zu setzen, wird dann rasch sehr teuer.

Tipp. Erkundigen Sie sich nach den Kosten für Verfall, Ausführung, Teilausführung, Änderung oder Streichung einer limitierten Order.

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