Katzentrockenfutter im Test: Trockenfutter für Katzen – von sehr gut bis mangelhaft

Die Menge zählt

Zum Abnehmen unge­eignet

Betrifft drei Produkte. Mopsige Katzen wie die Britisch Kurz­haar rechts sehen knuddelig aus, sollten aber abnehmen. Das teure Futter Royal Canin gibt Futtermengen für überge­wichtige Katzen an. Abnehmen ist damit nicht garan­tiert. Royal Canin reduziert zwar die Menge, doch diese liefert nicht genügend Eiweiß – auch bei Diät­kandidaten ein Problem. Edeka und Netto Marken-Discount empfehlen ebenso Futtermengen für Katzen, die zu viel wiegen. Sie fallen aber zu hoch aus.

Folgen. Zu hohe Mengen fördern weiter Überge­wicht. Zu wenig Eiweiß geht vor allem zulasten der Muskeln. Die Katzen werden fett­leibiger.

Eiweiß kommt zu kurz

Betrifft vier Produkte. Die deut­sche Durch­schnitts­katze, links die beliebte Rasse Europäisch Kurz­haar, wiegt 4 Kilo. Am Tag braucht sie rund 16 Gramm Eiweiß. Das ergibt sich aus den Empfehlungen der Vereinigung europäischer Futtermittel­hersteller, Fediaf. Das Knusper-Dinner von Ross­mann deckt den Eiweiß­bedarf nicht zuver­lässig – dann, wenn man der 4-Kilo-Katze die kleinste empfohlene Futtermenge von 40 Gramm gibt. Diese Menge liefert nur etwa 70 Prozent des Eiweiß­bedarfs. Auch beim Futter von dm, Kauf­land und Defu kann Eiweiß zu kurz kommen.

Folgen. Bei dauer­hafter Eiweiß­unter­versorgung bauen Katzen Muskeln ab. Ihr Fett­anteil steigt, der Energiebedarf sinkt. Im Krank­heits­fall haben sie keine Eiweiß­reserven.

Die Mär von der 10-Kilo-Katze

Betrifft drei Produkte. Einige Futtertabellen für Katzen geben als oberste Gewichts­klasse 10 Kilogramm oder mehr an – auch Happy Cat, Sanabelle und Defu führen sie auf. 10 Kilo bedeuten immer starkes Überge­wicht. Selbst ein normalgewichtiger Kater der größten Rasse Maine Coon wie im Bild wiegt im Durch­schnitt nur sechs Kilogramm. Happy Cat etwa empfiehlt zudem viel zu hohe Tages­rationen: 115 Gramm für die 10-Kilo-Wohnungs­katze. Ideal für ein überge­wichtiges Tier: 80 Gramm.

Folgen. Überge­wicht wird nicht erkannt, sondern gefördert. Das Tier erhält zu viel Futter, nimmt weiter zu, entwickelt eventuell Folge­erkrankungen.

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