Eine neue Welle von Mahnbriefen trifft bundesweit Internetnutzer. Die Münchner Anwältin Katja Günther mahnt für die Firma Online Content und droht mit Klage. Die Firma betreibt Seiten wie Routenplaner, Rezepte, Hausaufgaben, Tattoos, Sudokus und vieles mehr. Weil dort die Preise sehr versteckt sind, liegt nach Meinung von Verbraucherjuristen kein wirksamer Vertrag vor. Gerichte haben in ähnlichen Fällen auch so geurteilt.

Doch nun liefert die Anwältin ein Urteil des Amtsgerichts Wiesbaden, nach dem die Kunden angeblich zahlen müssten. Das ist aber falsch. „Das Urteil geht mit keinem Wort darauf ein, ob ein Vertrag zustande kam“, erklärte Gerichtssprecher Manfred Althaus. Vielmehr ging es darum, dass ein Surfer, der gegen die Rechnung von Online Content klagte, seine Anwaltskosten nicht ersetzt bekam. Das Pikante: Online Content droht zwar massiv, „aber bisher liegt uns keine Klage gegen Kunden vor“, so Althaus.
Tipp: Zahlen Sie nicht.

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