Kater Meldung

Helau! Alaaf! Doch Obacht bei der Alkoholzufuhr – sonst gibts am Tag danach nicht mehr viel zu lachen.

Faschingszeit: Auf leisen Pfoten schleicht er um die Häuser, in denen übermäßig Alkohol fließt – der Kater.

Das griechische Wort Katarrh (Schleimhautentzündung) stand Pate für die Redewendung „einen Kater haben“. Da das Gefühl nach übertriebenem Zechen ähnlich unangenehm ist, bezeichneten Leipziger Studenten im 19. Jahrhundert den alkoholischen Nach-Rausch als „Kater“. Heute versuchen Wissenschaftler den Kater physiologisch zu ergründen:

Alkohol entwässert. Es werden mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgeschieden als aufgenommen. Also holt sich der Körper das notwendige Wasser aus anderen Organen – auch aus dem Gehirn. Das reagiert mit Kopfschmerzen. Chemisch betrachtet, ist trinkbarer Alkohol Ethanol. Doch manche Getränke enthalten auch Fuselöle, die die Leber in giftige Stoffe umwandeln kann. So brummt der Schädel auch noch, wenn man bereits nüchtern ist. Neben dem Mineralstoffmangel ist für den Kater auch ein niedriger Blutzuckerspiegel typisch.

Vorbeugen hilft. Eine deftige Grundlage mit fetthal­ti­gen Speisen, nicht durchein­ander trinken und bei warmen, zuckerreichen Ge­trän­ken wie Glühwein oder Grog nicht zu tief ins Glas schauen: All das sorgt dafür, dass der Jammer am nächsten Morgen nicht ganz so laut wird. Katerfeindlich sind auch nicht-alkoholische Getränke (Wasser!) zwischendurch. Berufsbedingt gefährdete Weinverkoster schwören bisweilen auf pharmakologische Hilfe durch leberfreundliche Bitterextrakte aus Artischocke oder Mariendistel.

Der Morgen danach

Kater Meldung

Es hat alles nichts geholfen, der Kater schnurrt heftig? Spätestens jetzt braucht der Körper reichlich Flüssigkeit. Saure, salzige oder scharfe Speisen helfen gegen die Übelkeit. Die Säure fördert den Alkoholab­bau, das Salz ersetzt verlorene Mineralstoffe und die scharfen Gewürze regen die Verdauung an.

Bei starken Kopfschmerzen hilft manchen ein doppelter Espresso mit einem Schuss Zitrone. Koffein in Verbindung mit Zitronensäure blockiert die Bildung eines Enzyms, das an der Freisetzung von Prostaglandinen beteiligt ist. Diese hormonähnlichen Substanzen spielen eine wichtige Rolle bei der individuellen Wahrnehmung von Kopfschmerzen.

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