Kaskoversicherung Meldung

Die Kaskoversicherer zahlen jährlich etwa 450 Millionen Euro für Wildunfälle.

Oktober und November gehören zu den Monaten mit den ­häufigsten Wildunfällen. Am meisten passiert laut Statistik morgens zwischen 5 Uhr und 8 Uhr und abends zwischen ­17 Uhr und Mitternacht. Jährlich kommt es nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zu mehr als 200 000 Kollisionen mit Wildtieren.

Schäden, die durch den Zusammenprall mit Haarwild entstehen, übernimmt die Teilkaskoversicherung. Nach einem Ausweichmanöver zahlt die Teilkasko dagegen nur, wenn die riskante Aktion zum Schutz von Menschen oder Sachwerten erforderlich war. Bei großen Tieren wie Reh oder Wildschwein ist eine Rettungsmaßnahme in der Regel gerechtfertigt. Wer dagegen für Kleinwild bremst, geht in der Teilkasko meist leer aus. Derselben Ansicht sind viele Gerichte (Oberlandesgericht [OLG] Köln, Az. 9 U 204/97; OLG Köln, Az. 9 U 125/99; OLG Köln, Az. 9 U 112/95; OLG Hamm, Az. 20 U 121/97).

Einfacher haben es Kunden mit Vollkaskoschutz. Ihr Versicherer zahlt für selbstverschuldete Unfälle, also auch wenn ein Tierliebhaber nach dem Ausweichmanöver im Graben landet. Die Kaskoversicherung deckt in erster Linie Unfälle mit Haarwild ab. Viele Versicherer haben den Schutz aber auf Zusammenstöße mit Nutztieren wie Kühen, Schafen oder Pferden ausgeweitet.

Dieser Artikel ist hilfreich. 205 Nutzer finden das hilfreich.