Reparieren Auto­glasereien Stein­schlagschäden, dürfen sie ihren Kunden keine Nach­lässe in Höhe der Teilkasko-Selbst­beteiligung gewähren, wenn sie den Rabatt der Versicherung verschweigen und den vollen Preis abrechnen. Das hat das Ober­landes­gericht Köln entschieden.

In dem Fall hatte eine Auto­glaserei ihren Kunden einen Betrag in Höhe der Selbst­beteiligung der Kasko­versicherung vergütet, wenn diese dafür einen Werbeauf­kleber der Firma ein Jahr lang an ihrer Wind­schutz­scheibe tragen.

Gegen­über der Versicherung hatte das Unternehmen aber so abge­rechnet, als hätte der Kunde keinen Nach­lass auf die Reparatur­kosten erhalten.

Ein Versicherer hat das als versuchten Betrug gewertet, geklagt und recht bekommen. Zur Begründung hieß es: Das Anbringen des eher kleinen Werbeauf­klebers, dessen Verbleib für zwölf Monate die Auto­glaserei nicht einmal kontrollieren könne, sei keine Gegen­leistung für die 150 Euro. Diese vertragliche Vereinbarung diene nur dazu, dem Kunden die Selbst­beteiligung zu erlassen. Hier­durch würden aber die Reparatur­kosten voll­ständig der Versicherung aufgebürdet (Ober­landes­gericht Köln, Az. 6 U 93/12).

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