Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 31-mal Kartoffel­klöße aus rohen und gekochten Kartoffeln – meist halb und halb: 6 Frisch­kloß­teige, 7-mal Tiefkühl­knödel (3 davon Miniknödel), 2 ungekühlte Miniknödel­produkte sowie 7-mal Kloß­pulver und 9-mal Kochbeutel-Klöße. Insgesamt waren 4 Bioprodukte im Test.

Einkauf: Juni und Juli 2010.

Das test-Qualitäts­urteil bezieht sich auf Proben mit dem jeweils angegebenen MHD.

Preise: Anbieterbefragung im September 2010.

ABWERTUNGEN

Lautete sensorische Beur­teilung oder Schad­stoffe ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Bei mangelhafter ernährungs­physiologischer Qualität konnte es nur eine halbe Note besser sein. War der Fett­anteil an einer Haupt­mahl­zeit mangelhaft, konnte die ernährungs­physiologische Qualität nicht besser sein. Diese konnte maximal eine Note besser sein, wenn der Anteil an Kohlenhydraten an einer Haupt­mahl­zeit oder der Anteil an Ballast­stoffen an der empfohlenen Tages­zufuhr ausreichend war. Gleiches galt für den Anteil an Kochsalz an der maximal empfohlenen Tages­zufuhr. Bei mangelhafter Verpackung konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein.

SENSORISCHE Beur­teilung: 35 %

Fünf geschulte Prüf­personen beschrieben die anonymisierten Produkte in Einzel­prüfungen. Kein Produkt war vor der Zubereitung auffällig. Nach der Zubereitung gemäß Packungs­anleitung: Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz/Mund­gefühl. Aus dem Konsens aller Ergeb­nisse wurden die Bewertungen separat abge­leitet. Als auffällig oder fehler­haft einge­stufte Produkte wurden mehr­fach zubereitet und geprüft.

ERNÄHRUNGS­PHYSIOLOG. QUALITÄT: 20 %

Wir bewerteten eine Kloß­portion (180 g) im Vergleich zu einer 200-g-Portion Kartoffeln auf Basis der DGE-Ernährungs­empfehlungen für eine Haupt­mahl­zeit bzw. die empfohlene Tages­zufuhr – bezogen auf den Bedarf 10- bis 51-Jähriger.

SCHAD­STOFFE: 15 %

In Anlehnung an ASU-Methoden nach Paragraf 64 LFGB untersuchten wir auf Pestizide, Queck­silber, Blei, Kadmium, Arsen und Nitrat. Auf Fhotoinitiatoren prüften wir nach Extraktion per GC-MS, auf Mineral­ölbestand­teile per GC-FID.

MIKROBIOLOGISCHE QUALITÄT: 10 %

Gemäß ISO-Verfahren untersuchten wir: aerobe mesophile Gesamt­keimzahl, Enter­obacteriaceen, Hefen und Schimmelpilze. In Anlehnung an ASU-Methoden wurden untersucht: Escherichia coli, koagulase-positive Staphylokokken, mesophiler präsumtiver Bacillus Cereus, Salmonellen, Listeria mono­cytogenes, mesophile sulfitreduzierende Clostridien, Lactobacillen und Pseudomonaden. Bei den Frisch­kloß­teigen erfolgte die Prüfung nicht nur bei Proben­eingang, sondern auch am MHD.

VERPACKUNG: 10 %

Drei Experten beur­teilten Produkt­schutz, Öffnen, Entnehmen und Wieder­verschließen sowie Recycling­hinweise und Materialkenn­zeichnung.

DEKLARATION: 10 %

Über­prüfung gemäß lebens­mittel­recht­licher Vorschriften. Drei Experten bewerteten darüber hinaus Lagerungs- und Zubereitungs­empfehlungen, Allergiehin­weise, Werbeaussagen, Nähr­wert- und Herkunfts­angaben sowie Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit der Deklaration.

Weitere Unter­suchungen

In Anlehnung an ASU-Methoden bestimmten wir: Trockenmasse/Wasser, Asche, Rohprotein, Gesamt­fett, Stärke, Ballast­stoffe, Chlorid, Gesamt­schwe­feldioxid, Antioxidantien (unter anderem Ascorbyl­palmitat), Konservierungs­stoffe und Glutaminsäure. Auf gentech­nisch veränderte Kartoffeln prüften wir per Real-Time PCR – mit negativem Ergebnis. Farb­stoffe wurden mittels HPLC und das Tocopherolspektrum gemäß DIN EN 12822:2000 bestimmt. Kochsalz, Kohlenhydrate, physiologischer Brenn­wert wurden berechnet. Die Abkoch­verluste bestimmten wir gravime­trisch.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1818 Nutzer finden das hilfreich.